Australien und Neuseeland im Ländervergleich

Durch eine glückliche Schicksalsfügung,wurde es uns tatsächlich ermöglicht nicht nur das riesige,weite Australien zu bereisen,sondern auch einen Einblick in das wunderschöne,grüne Neuseeland zu bekommen,über das wir in den vorherigen Beiträgen ja schon einiges geschrieben haben.

Heute möchte ich allerdings die Vor- und Nachteile beider Länder gerne einmal im direkten Vergleich gegenüberstellen.
Man könnte ja meinen, OZ und NZ seien im Grunde nicht wirklich unterschiedlich,da sie ja nun auch recht nah beieinander liegen aber schon alleine die Vegetation ist eine völlig andere!

Während Australien auch der „rote Kontinent “ genannt wird, weil es dort dank oft sehr langen Hitzeperioden ohne viel Regen,besonders an der Westküste sehr trocken und staubig ist,ist Neuseeland unfassbar saftig grün und die Natur einfach atemberaubend!Nicht zuletzt natürlich durch den deutlich höheren Niederschlag,den auch wir dort ordentlich zu spüren bekommen haben inklusive der Kälte.Das Wetter erinnerte uns zeitweise stark an Deutschland,aber das nahmen wir (einer von uns mehr, der andere weniger 😀) gern in Kauf! Beim Campen wurde uns dabei von Tag zu Tag nochmal bewusster  weshalb wir Australien anstatt Neuseeland zum Traveln auserkoren hatten 😉

Landschaftlich hat Neuseeland uns einfach nochmal umgehauen.Natürlich haben wir Australien’s Weiten und die etlichen türkisen Strände über die letzten Monate lieben gelernt,aber Neuseelands Berge und Gletscher mit dem klaren Wasser und den grünen Hobbithügeln hat ,in den kurzen sechs Wochen dort, nie aufgehört uns zu faszinieren.Besonders die Einfahrt durch die Fjorde mit der Fähre auf die Südinsel Neuseelands war für uns ein absolutes Highlight!

Während wir sowohl die Nord- als auch die Südinsel bereisten,was uns nur durch die deutlich kleineren und angenehmeren Distanzen möglich war,fielen uns beim Campen immer wieder kleine und auch große Vor- und Nachteile Neuseelands auf.

Positiv war für uns mit Sicherheit, dass die Tier und Insektenwelt in NZ weitaus ungefährlicher ist! Kaum ein Tier dort möchte dich umbringen und man kann auch gefahrlos in Gewässern schwimmen. Weder Hai,noch Kroko oder Qualle werden einem dort begegnen.Das einzige was tatsächlich versuchte uns Abend für Abend bei lebendigem Leibe zu fressen waren die unzähligen Sandflies,die zugegebenermaßen auch Australien als ihre Heimat bezeichnen, wir dort jedoch kaum Kontakt mit diesen abgrundtief bösen Tieren hatten! 

Die Campingplätze in Neuseeland haben wir in sehr guter und positiver Erinnerung!Ja,es gibt leider deutlich weniger BBQ-Platten als in Australien, weil das Wetter den Open-Air-Grill-Sessions oft einen Strich durch die Rechnung macht,dafür gibt es aber in jeder Campingküche einige Herdplatten und Kühlschränke,was die Australier scheinbar sehr oft für überflüssig halten.

Auch die gemütlichen TV-Lounges mit Sofas,Büchern und teilweise sogar Kamin haben uns unsere kalten Abende versüßt.Dazu durfte natürlich unlimited free Wifi nicht fehlen, welches in NZ oft im Platzpreis enthalten ist und von uns in Australien schmerzlich vermisst wird 😉 

Kulinarisch…nun ja…können beide Länder nicht unbedingt mit ihren abwechslungsreichen,unfassbar gesunden und leckeren Lebensmitteln glänzen,allerdings hätten wir uns nicht erträumt,dass diverse Dinge in NZ sogar noch schlechter schmecken als in Australien 😂 Angefangen bei den Würstchen,(die gehen gar nicht! 💩),über die Dips in denen fast IMMER Hummus mit drin ist (why would you do that??!!),bis hin zu wabbeligem „Brot“(welches den Namen noch weniger verdient als in Australien ). 

Aber es gibt zumindest ne verdammt leckere Caramelmilch der Marke „Lewis Road“,die auf jeden Fall probieren!

Fazit:Neuseeland ist auf jeden Fall einen Besuch wert!Jedoch…man bedenke (einen Haken gibt es immer)..es ist noch um einiges teurer als Australien!Für diese Naturkulissen lohnt es sich jedoch etwas tiefer in die Tasche zu greifen,denn das was man zu sehen bekommt ist mit Geld sowieso nicht aufzuwiegen 😉 

Wir haben uns verliebt und hoffen irgendwann wiederkommen zu können!Nun genießen wir erstmal noch unsere restliche Zeit in der inzwischen zweiten Heimat Australien 🙂 

Liebe Grüße 

Die HappySnipes

Wir sind Klopapier-Diebe!!!

So ihr Lieben,ich darf die frohe Kunde verbreiten: nach langem Suchen und Hadern,haben wir nun endlich einen Job so gut wie sicher!
Aber alles von Anfang an…
Nach der Nacht mit den kuschelbedürftigen Schaben,ging es für uns weiter nach Halls Creek.

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Halls Creek kann man sich vorstellen als eine Straße zum Durchfahren mit einem IGA Supermarkt  (vergleichbar mit Rewe),einer Tankstelle,einem Motel und einem Caravanpark…da geht also mal wieder richtig die Lutzi ab!
Verzweifelt,wie wir langsam mit der Jobsuche waren,bewarben wir uns mittlerweile bei Alles und Jedem,sowohl über allmögliche Seiten im Internet als auch mit ganz altmodischem Abklappern aller Geschäfte.
Der Tipp eines Franzosen war es, dort nach Arbeit zu fragen, wo sowieso keiner lange bleiben will-klingt logisch!
Halls Creek sah für uns demnach nach einer echten Jobchance aus!
Bei der Tankstelle hatten wir leider keinen Erfolg und auch die nette Dame vom Motel,die für uns noch durch die Gegend telefonierte,machte uns nicht allzu viel Hoffnung. Wir sollten uns lediglich am nächsten Tag beim IGA mal vorstellen und dort anfragen, da dort nicht sicher war ob Mitarbeiter gesucht werden würden. Eine ebenfalls sehr freundliche Dame teilte uns daraufhin mit, dass sie nicht genau wisse ob sie noch Personal benötige,aber wenn wir bis zum Nachmittag des nächsten Tages Nichts von ihr hörten, hätte sie leider keine Stelle für uns. Wir fuhren also schon ein Stückchen weiter Richtung Norden und warteten dort bei einem kostenlosen Schlafplatz (mit ganz schrecklich stinkenden Mülltonnen) geduldig auf einen Anruf.
Die Wartezeit wurde uns prompt versüßt,denn wer kam plötzlich um die Ecke gefahren? Richtig! Zum fünften Mal unabgesprochen begrüßten wir unsere deutsche Gesellschaft, Claudia und Dominik aus Hamburg und verbrachten mit ihnen die folgenden Tage.Es kam allerdings was kommen musste-Nichts.Kein Anruf von der IGA Dame und somit auch kein Job….etwas frustriert aber dennoch motiviert weiterzusuchen,fuhren wir nach Kununurra.Ein kleines Städtchen mit einigen Farms drum herum und vielen Caravanparks,als auch Hotels.Unser Campingplatz lag diesmal direkt an einem schönen See und wir hatten das Glück unseren Stellplatz auch direkt an diesem zu haben. Außerdem gab es einen sehr schönen großen Pool dem wir einige Besuche abstatteten innerhalb der drei Tage die wir beschlossen dort zu bleiben, um uns auf Jobsuche zu begeben.

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Auch diese Suche war nicht erfolgreich, jedoch hat nun ungefähr 80 Prozent der Stadt einen Lebenslauf von uns.
Neben der ganzen Sucherei,schafften wir es dennoch ein zahnloses Krokodil zu beobachten und zwei Walks mit Dominik und Claudia zu absolvieren,wovon einer ein kleiner Berg war den es zu besteigen galt.Dies geschah mal eben innerhalb von maximal 10 Minuten, da die Sonne drohte unterzugehen und alle ja möglichst noch einen Schnappschuss zum richtigen Zeitpunkt haben wollten! Schweißgebadet hatten wir dann eine tolle Aussicht über die Stadt!

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Herzerfrischend war auch eine abendliche Begegnung…wie könnte es anders sein…auf dem Klo.
Als Kristin wieder von ihrem Thron hinunterkam,schlich fast gleichzeitig und kaum merklich eine ältere Dame aus der anderen Toilettentür hinaus, um uns völlig unerwartet an den Kopf zu werfen, wir sollten es doch bitte unterlassen,immer die Klopapierrollen abzurollen und mitzunehmen.Kristin war daraufhin total perplex,worauf die merkwürdige Frau dann widerrum fragte ob wir überhaupt Englisch könnten.Das setzte dem ganzen noch die Krone auf.Mein Geduldsfaden riss langsam aber sicher. Etwas säuerlich,ließ ich mich dazu herab der selbsternannten Kloaufsicht zu erklären, dass Kristin aus hygienischen Gründen einfach nur sehr gern Klopapier auf ihrem Toilettensitz auslegt,damit sie sich ruhigen Gewissens darauf niederlassen kann…im Nachhinein fiel mir dann ein,dass es auch ganz andere Gründe hätte geben können,die es erforderten etwas mehr Toilettenpapier als drei abgezählte Blättchen zu verwenden-Sprühdurchfall zum Beispiel oder monatliche periodische Vorkommnisse-und dass dies mit Sicherheit keiner Rechtfertigung unsererseits bedurfte!
Die alte Schachtel bat im Anschluss an meine Erklärung zuvor, zumindest um Entschuldigung, musste aber unbedingt trotzdem noch loswerden,dass Backpacker ja meistens total pleite sind und sich gerne selbst mit solchen Aktionen ins schlechte Licht rücken…Äh ja und was sollen wir da nun tun? Da wir uns nicht direkt als die herkömmlichen,19-jährigen,feierwütigen,Klopapier-Klauenden Backpacker betrachten, interessierte uns reichlich wenig, was andere wohl über Backpacker dachten und noch weniger was diese penetrante Frau uns dazu zu sagen hatte.
Nach erfolgreich beendeter Diskussion bekamen wir tatsächlich unerwartet am gleichen Abend noch eine SMS von Stacey der IGA-Frau…Wir dachten uns,das könne nur Karma sein dafür dass wir unser Toilettenpapier brav selbst kaufen.
Stacey bot uns genau den Job an, mit dem wir schon gar nicht mehr gerechnet und eigentlich schon abgeschlossen hatten.
Am nächsten Morgen rief sie uns an und erklärte uns alle weiteren Details zum Job.Kommenden Mittwoch ist unser erster Arbeitstag im Supermarkt,wo wir dann, wenn alles gut läuft, drei Monate ackern werden, um unsere weiteren Reisen zu finanzieren 🙂 
Wir beschlossen trotzdem bis nächste Woche weiter gen Norden zu reisen, um einfach mal etwas anderes zu sehen und werden uns rechtzeitig wieder auf den Weg runter machen.
Der Tag heute war somit geprägt von der Autofahrt zu einem wunderschönen,großen See (Lake Argyle) und dem Plantschen im Infinitypool mit Blick auf Ebendiesen.

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Nun geht’s auch schon ins Bettchen.
Gehabt euch wohl und passt immer gut auf euer Klopapier auf 😉

Lara und Krissi

Das große Krabbeln beginnt

Nach einer längeren Blogpause,gibt es nun endlich mal wieder ein wenig Content zu den letzten Tagen 😉
Nachdem wir schweren Herzens von der Walhaitour Abschied genommen hatten mit einem Dairymilk Cadbury Eis (natürlich 99% „fatfree“,denn egal was man hier kauft,es ist scheinbar angeblich alles total fettarm?! Steht zumindest drauf :D), ging die Route für uns weiter in den Karijini Nationalpark,der von vielen als sehr schön beschrieben wurde und ein Muss auf dem Weg in den Norden ist.

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Da der Weg dorthin sich als länger entpuppte,als ursprünglich erwartet,machten wir noch einen Zwischenstopp in einem deutlich kleineren und seltener besuchten Nationalpark unweit von unserem eigentlich angestrebten Ziel.
Dort stellte sich unser für die Nacht gedachter Spot aber, nach einem kurzen Plausch mit einem Australier,der dort lediglich ein Foto von der überragenden Aussicht machte, leider nicht als Übernachtungsmöglichkeit heraus. Wir wogen das Risiko ab wie wahrscheinlich es schon sein würde,dass ausgerechnet dort wo wirklich nicht viel los war,ein Ranger vorbeikommen würde um uns auf die Finger zu hauen und uns eventuell eine Geldstrafe aufzudrücken…
Wir waren an dem Abend mal wieder ganz rebellisch drauf und entschieden uns die Nacht allein in der Wildness mit dem wunderschönen Blick ins weite Tal zu verbringen.

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Während Kriss die Zeit als es dunkel wurde nutzte,um Fotos vom Sternenhimmel zu schießen(in Deutschland sieht man ungefähr 1/4 der Sterne die man hier erblicken kann),kam ich auf die glorreiche Idee mich irgendwo im Nirgendwo nackig auf nen Felsen zu stellen und die kalte Brise (eher ein sehr starker Wind der aufkam) zu genießen…wann hat man schon mal so eine Gelegenheit, außer in der Sauna?:D
Die Nacht überstanden wir mit Ach und Krach und immer ein wenig Angst,der böse Ranger würde doch kommen uns zu holen!
Den Tag verbrachten wir überwiegend mit der Weiterfahrt und schon einem kleinen Reinschnuppern in den Karijini NP ganz am Rand bei der „Harmesley Gorge,wo es wunderschöne natürliche Pools“ zum Abkühlen und Auffrischen gab (als Backpacker nutzt man alles was man kann um kostenlos zu „duschen“ ;-))
Die darauffolgende Nacht unmittelbar vor dem Karijini NP,schliefen wir tatsächlich auf einer ganz legalen Restarea,die sich als „Rip Lookout“ herausstellte.Ganz viele Steine wurden dort mit Gedenksprüchen beschrieben,um an geliebte verstorbene Menschen zu erinnern.Auch wir legten am nächsten Morgen vier Steinchen in die Sonne 🙂
Nun hieß es auch wirklich endlich hinein in den Karijini und auf zu unserem Campingplatz im Inneren des Parks,der natürlich Geld kostete und wir uns deshalb zuvor so viel Zeit gelassen hatten um noch ein paar kostenlose Nächte zu haben 😉
Dort angekommen erkundeten wir kurz das Camp und machten uns dann schon auf den Weg die ersten Schluchten zu bewandern,was teilweise wirklich sehr steil und eine wacklige Angelegenheit und eigentlich auch nur für „experienced bushwalker“ also…erfahrene Buschgänger (mal ganz wörtlich übersetzt) gedacht war…aber egal, wir fanden die in der Kindheit gesammelten Buscherfahrungen dürften völlig ausreichen!

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Auf den zweiten Tag im Park freuten wir uns besonders,denn wir hatten schon im Voraus eine „Canyoningtour“ durch einige andere Schluchten gebucht, wo man sich unter anderem Abseilen und von höheren Klippen hinunterspringen muss. Was für richtige Abenteurer eben!
Unsere Freude wurde jedoch am Morgen des Tourstarts jäh zerstört.
Der Tourguide bat alle mit besonderen gesundheitlichen Einschränkungen nochmal persönlich mit ihm zu reden.Zuvor hatten wir ihn in einer Email schon darüber aufgeklärt,dass Kristin momentan aufgrund einer Thrombose Blutverdünner nimmt und deshalb im Falle des Falles bei einer Verletzung leider bluten würde wie ein geschlachtetes Schwein und möglicherweise damit auch nicht mehr aufhören würde.Der Guide reagierte darauf schriftlich relativ locker…dies sah leider kurz vor der Tour anders aus.
Er entschied, dass es zu risikoreich für Kristin sei und er es verantworten und auch dafür haften müsse ,wenn etwas passiere.Aus der Traum.Die Tour war für uns leider gelaufen…Wir waren sehr gefrustet,beschlossen allerdings die wichtigsten und schönsten Schluchten ohne Tour zu durchwandern,darunter der berühmte Spiderwalk in der „Hancock Gorge“,die „Knox Gorge“ und die „Fortescue Falls“ mit den „Circular Pools“.Das klappte alles wunderbar und Kriss ist auch tatsächlich nicht verblutet 😉

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Weiter ging die Reise nun nach Port Hedland.Eine kleine Stadt in der nicht wirklich der Bär steppt und die uns nur als Zwischenstopp zum Proviantfüllen und Tanken diente. Achja…und ein bisschen Internet suchten seit langem in einer Bibliothek durfte auch nicht fehlen (leider nicht genug Internet zum Hochladen eines Videos =( )
Wir freuten uns richtig auf die darauffolgende Stadt Broome,die mal wieder eine etwas größere Metropole zu sein versprach in der wir unser Auto einem Routinecheck unterziehen wollten…auch hier wurde unsere Hoffnung bitter enttäuscht 😀
Ich würde einfach mal ganz mutig behaupten…diese Stadt war definitiv kleiner als Dortmund und hatte bis auf den „Cable Beach“,der am häufigsten fotografierte Strand in Westaustralien,ein Freilicht Kino,einen Nachtmarkt und einen leckeren Mangosmoothie,den wir uns mit zwei Deutschen(die wir nun schon zum dritten Mal unabgesprochen trafen und die auch einen Blog ihrer Reise betreiben http://www.weltreize.com ) gönnten, wenig Erwähnenswertes zu bieten.

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Achja doch…eines fiel uns dann eines Abends schlagartig auf…auf dem Weg zum allabendlichen Klogang…mit der Taschenlampe auf dem Kopp leuchteten wir wie immer fröhlich vor uns hin…bis ich etwas reflektierendes doch recht zügig auf mich zukommen sah…als ich das Licht etwas länger darauf richtete fiel es mir wie Schuppen von den Augen…überall im Gras saßen nicht ganz so winzige Spinnentiere rum…in förmlicher Todesangst schubbste ich Kristin zurück in den Wagen und hechtete hinterher.
Dort saßen wir nun.Im Wagen.Unfähig uns zu bewegen.Toll.Spinnenphobiker in Australien-Herzlich Willkommen….
Der restliche Klogang bestand dann aus panischem aus dem Auto springen und zum Klo rennen ohne die Spinnen eines Blickes zu würdigen,nur um auf dem Rückweg dann deren Standorte genau zu begutachten und wie durch ein Minenfeld zu tappsen….paradoxer geht’s nicht.
Nach Broome folgt nun gerade der längere Weg nach Kununurra ,den man entweder über die Gibb River Road (eine ewig lange Schotterpiste,die schon einigen Autos alles abverlangt hat) oder den normalen Highway bestreiten kann.
Kurzerhand entschieden wir uns für die für uns angenehmste Route – den Highway! Einziger Nachteil,die schönsten Orte,die man an der Gibb River Road fast automatisch abfährt müssen wir nun extra vom Highway aus anfahren.Es gibt Schlimmeres.Geplatzte Reifen zum Beispiel 😉

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Heute haben wir sogleich dann auch 200km Schotterpiste zum „Tunnel Creek“ auf uns genommen.Eine Höhle in der man Fledermäuse,Schlangen,Kriechgetierse und sogar Krokodile sehen kann. Tatsächlich haben wir eine kleine Schlange,Fledermäuse und drei Krokodile gesehen, die sich im gleichen Wasser tummelten,durch das wir durchwaten mussten um wieder aus der Höhle hinaus zukommen…Ein wenig mulmig war uns schon, hatten wir nicht zuvor den schönen Bericht der Frau gelesen die einfach mal beim Baden gefressen wurde 😀
Aber-wir haben es überlebt und wir waren schließlich auch nicht die einzigen Besucher der Höhle dort 😉
Aktuell befinden wir uns in Fitzroy Crossing,sind- Gott sei Dank-nach zwei Tagen des Nichtduschens bei absolut tropischen Temperaturen,endlich wieder frisch und haben hier auch ein paar weitere Freunde gefunden….Mücken besuchen uns sehr sehr gerne und vorhin fiel mir beim Spülen eine Schabe in den Nacken.
Ich weiß noch nicht genau ob ich das alles seelisch durchhalte aber ihr werdet weiterhin darüber in Kenntniss gesetzt 😉
Entschuldigt Bitte diesen unfassbar langen Text.Es fehlen mit Sicherheit noch einige witzige Anekdoten und Erzählungen,aber das würde den Rahmen vermutlich sprengen 🙂
Wir machen nun Heia!
Liebe Grüße,
Lara und Krissi

Drei Nüsse für Kristin und Lara

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Die heutige Nacht endete prompt um 02:11 Uhr .
Nachdem Kristin und ich uns übereifrig und wahnsinnig motiviert schon gegen 0 Uhr vornahmen die Sehapperate zu schließen und tatsächlich gerade Ruhe im Nebenzimmer herrschte,wo zuvor einige ziemlich laute unreife Herren eingezogen waren, wurden wir ganze zwei Stunden später durch eben diese scheinbar höchstgradig pubertierenden Gestalten geweckt,die es als wohl unangebracht betrachteten sich in normaler Lautstärke zu unterhalten und stattdessen in tiefen Gröhl- und Grunzlauten miteinander kommunizierten.
Mit Mühe und Not gelang es Kristin mich davor zu bewahren die Containance zu verlieren und den Herrschaften, in was für einer Sprache auch immer, mal gepflegt den Allerwertesten aufzureißen.
Da unser Wecker sowieso um 3.45 Uhr gehen sollte,weil wir natürlich wie immer übertrieben pünktlich am Flughafen sein wollten,um unseren Flug nach Perth zu kriegen,vertrieben wir uns den Rest der Zeit mit Smalltalk und leise gemurmelten Verfluchungen.
Am Flughafen angekommen gönnten wir uns dann erstmal ein kleines Frühstückchen bei McDoof, wo ich dann beim Warten auf die Hot Chocolate das erste Schwätzchen mit einem Australier hielt.
Der Flug an sich verging rasend schnell, denn kein Wunder,wir hatten Schlaf nachzuholen.
Wäre da nicht ein kleines indisches Kind gewesen, welches  sobald es wach wurde, nur heulte und hätten nicht 60% der Fluggäste Dauerhusten- und Niesattacken gehabt (der Hygienefreak und die hypochondrische Ader in mir schrien vor Verzweiflung)…dann wäre der Schlaf vermutlich auch recht erholsam gewesen…
Endlich in Perth angekommen,gelangten wir ohne weitere Probleme durch die Sicherheitskontrolle,der auch ein zuckersüßer Labrador angehörte,der unsere Taschen auf eventuelle Drogen überprüfen sollte.
Das einzige was er bei mir vermutlich roch und sein Interesse merklich weckte, waren Überreste von Leckerchen meines Hundes in meiner Jackentasche 😀
Schon fast zu unproblematisch verlief auch der Kauf einer neuen Simkarte mit Prepaid Guthaben und das Bestellen eines Uber Drivers (günstigere Taxi Alternative ), welcher uns zu unserer Unterkunft fuhr,wo wir die nächsten drei Wochen verbringen werden.
Dort angekommen empfing uns nach dem zweiten Klingeln dann auch unser Host und zeigte uns schnell die wichtigsten Bereiche der Wohnung.
Was soll ich sagen?…Ich widerstand erfolgreich dem Drang meinen imaginären Glasreiniger zu zücken und die Bude blitzblank zu putzen 🙂 Ich bin stolz auf mich!
Aber auch das bedeutet Australien…mal Fünfe gerade sein lassen und ein bisschen gelassener an Alles herangehen….ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für mich 😉
Zügig verstauten wir unser Gepäck in den Schränken unseres Zimmers und erfragten den Weg zum nächsten Supermarkt.
Nach 15 Minuten Fußweg wurde uns im „Coles“ schlagartig klar….drei Nüsse pro Tag sollten an Grundnahrungsmitteln doch eigentlich völlig ausreichen??!! Zumindest probierten wir uns das einzureden,nachdem wir genauestens die Lebensmittelpreise studierten und uns doch deutlich bewusst wurde…in Kuala Lumpur sind wir definitiv nicht mehr!
Ich bekam doch kurz große Angst…Angst Kristin könne eventuell vom Fleisch fallen!
Ob und wie wir hier überleben werdet ihr auch in den nächsten Blogs mitverfolgen können 😉
Aktuell liege ich im Bettchen,schreibe diesen Beitrag,bedeckt mit einem Deckchen ,das einem Hauch von Nichts gleicht…und friere mir den zarten Seidenpopo ab…ja in Australien! =P
Ich wünsche eine Gute Nacht,gebt fein Acht!

Lara und Krissi

Hitler,Rammstein und Co.

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Der heutige Tag begann grob gesagt viel zu früh.
Um 8.30 Uhr (unserer Zeit) klingelte der nervtötende Wecker,der unsererseits mit einem Grummeln kommentiert und partout ausgestellt wurde.
Desorientiert in völliger Dunkelheit,in unserem kleinen Bunker ohne Fenster und Kontakt zur Außenwelt,schien es uns einfach schier unmöglich die Augen aufzuhalten,geschweige denn überhaupt aufzukriegen.
Da Kristin sowieso kaum den Kopf anheben konnte aufgrund starker Kopfschmerzen,beschlossen wir also kurzerhand einfach noch ein bisschen zu schlafen,denn „die Blase würde sich schon melden und dann könne man ja aufstehen“…
Die Blase meldete sich nicht.
Fazit: Um 14 Uhr wühlten wir uns aus den Laken und machten uns dann doch mal soweit fertig um ein wenig die Innenstadt Kuala Lumpurs zu erkunden.
Das positive an der Sache?Man hatte schon mal Geld für’s Frühstück gespart 😀
Unsere erste Anlaufstelle waren natürlich die nicht zu übersehenden Petrona Towers.
Schon als wir darauf zuliefen,umringt von sehr vielen sehr hohen Gebäuden,die man sonst aus New York kennt (wo wir im übrigen auch noch nie waren ),waren wir schlichtweg beeindruckt.
Schnell machten wir einige verschwitzte Fotos von uns in brütender Hitze vor den Towern und dann probierten wir ganz nach deutscher Manier eine Ampel über eine sagen wir,doch sehr frequentierte Straße,zum Inneren der Türme zu finden.
Eine Ampel gab es natürlich nicht.
Irgendwie kamen wir also auf der anderen Seite an,ohne überfahren zu werden,gingen ohne große Erwartungen zum Eingang der Tower und fanden eine riesige Shopping Mall à la Gucci,Prada und Ralph Lauren vor.
Mittlerweile hatte uns langsam doch mal der Hunger ereilt,so dass wir in einen Foodstore reinmarschierten,uns ein bisschen umschauten und uns letztendlich für eine Kokosnuss zum Trinken,Bananen und „Käsebrötchen“ entschieden.
Die Brötchen entpuppten sich leider als zuckersüß,es war sogar auf den überbackenen Käse Zucker gestreut…bäh…wir hatten aber auch fast nichts anderes erwartet 😀 Aber ein Versuch war’s wert!
Nachdem wir noch etwas umherstreunten ,nach unserem kleinen Snack,entschieden wir uns dafür einen kostenlosen Bus zu nehmen,der relativ viele Sehenswürdigkeiten und Strecken durch die Stadt abdeckte.
Der Bus war,wie wir uns eigentlich hätten denken können, proppevoll…Direkt wurden wir von einem etwas merkwürdig aussehenden Mann gefragt wo wir denn herkämen,der kommentierte unser „Germany“ prompt mit einer Endlosschleife „Hitler!Hitler!“ bis Kriss belustigt entgegnete „but Hitler was Austrian!“ und der Busfahrer ihn dann entzürnt in seine Schranken verwies 😂
In China Town,also auch ganz in der Nähe unseres Hotels,wo wir am Vorabend auch schon gegessen hatten, stiegen wir aus, um gleich wieder auf die nächste komische Gestalt am Obststand zu treffen, die auch wieder nach unserer Herkunft  fragte und dann anfing mit uns über Rammstein und Industrial Musik zu diskutieren…..
Der kleine Plausch endete in der Frage ob man sich nicht später noch treffen könne,“um ein bisschen Rammstein zu hören“…ähhh…definitiv NICHT!
Unser Weg zurück ins Hotel führte an zahlreichen Ständen vorbei…
„Heyyyy my friend“,“Ohhh beautiful“,“Hi Honey!“ sind nur ein paar von sehr vielen Zurufen die man beim durchqueren des Marktes über sich ergehen lassen musste.Nein Honey möchte keine Sonnenbrille,Honey hat kein Geld mehr für den Schnickschnack 😀
Aber nun gut…die Verkaufsstrategien kannten wir schon zu gut aus Thailand…immer höflich lächeln und ein „No thank you“ und dann passt das schon 😉
Nun sind wir wieder zurück im Zimmer,müssen gleich erneut kalt duschen (weiß der Geier,wie man das Wasser warm kriegt) und versuchen gleich mal das erste Video in der Lobby hochzuladen.Aber das Internet lässt leider immer noch etwas zu wünschen übrig.
Bis sicherlich ganz Bald !

Lara und Krissi

Dobby ist frei!!!

Zum allerersten Mal meldet sich nun auch die zweite glückliche Schnepfe im Bunde zu Wort.

Knapp zwei Wochen hatte ich Zeit mich nach einer ungeplant längeren Krankheitsphase(die mir blöderweise mehr restliche Zeit mit meinen Arbeitsmenschen raubte), auf den nahenden Abschied mit den Kollegen vorzubereiten, was mir zunächst komischerweise relativ leicht fiel…zwei Wochen sind schließlich noch eine recht lange Zeit, so dass auch Kristin’s „warnende“ Worte, dass das ganze auch für mich bestimmt alles andere als leicht werden würde (sie hatte das tränenreiche Goodbye zu dem Zeitpunkt schon hinter sich) zunächst noch völlig unbeeindruckt von mir abprallten…

Was sollte schon passieren? Ich bin ja schließlich nicht aus der Welt und heutzutage lässt sich doch sehr leicht Kontakt halten über diverse Medien wie Whatsapp und co.

Als der 18.3.2016 jedoch schleichend näher rückte, bekam auch ich langsam ein mulmiges Gefühl in der Magengegend…Die letzten fünf Jahre meines Lebens begleiteten mich diese Menschen, die ich in dieser Zeit in mein Herz geschlossen hatte, nun schon durch den alltäglichen Wahnsinn…Man könnte meinen:“Meine Güte,stell dich nicht so an.Sind doch nur die Arbeitskollegen.“ Auch meine Einstellung war vorher dem Ganzen gegenüber locker und unbekümmert, aber dennoch sind es Menschen, welche man tagtäglich acht Stunden um sich rum hatte.Mit denen man sich  sowohl ,wie bei mir in einem kompletten Hühnerhaufen, auch desöfteren gut anzicken konnte ,aber auch wahnsinnig witzige und unterhaltsame Zeiten hatte mit schönen Gesprächen und viel Lachen und Spaß bei der Arbeit.

Als am letzten Tag also meine Kolleginnen alle versammelt um mich herumstanden und mir noch ein Geschenk überreichten und mir alles erdenklich Gute für die Reise wünschten, kullerten auch bei mir die Tränchen und wir heulten alle gemeinsam ein kleines Bisschen bevor wir uns wieder zusammenrissen und den letzten Tag sehr harmonisch über die Bühne brachten 😉

Mit etwas Wehmut ging ich also die letzten Schritte durch unsere Gänge, nichtwissend ob ich hierher vielleicht nochmal zurückkehren oder ob mich mein Weg nach 13 Monaten des Reisens dann doch vielleicht woandershin verschlagen würde.

Aber wie heißt es doch so schön:“Schau nach vorn und nicht zurück,denn in der Zukunft liegt dein Glück!“

Und so freue ich mich nun einfach wahnsinnig auf die große Reise und die vielen Abenteuer,die wir erleben werden,die Herausforderungen,die es zu bestehen und die Ängste,die es zu überwinden gilt!(Ich glaube ich werde schon alleine einige Panikattacken wegen der vielen doofen großen Spinnen erleiden…aber habe gehört,dass man denen nur einen Sombrero aufsetzen muss.Damit sehen die wohl zuckersüß aus 😀 )

Alle Erfahrungen,die wir machen, werden wir natürlich weiterhin hier auf unserem Blog festhalten,damit alle die das möchten quasi ein Stück weit mit uns reisen und sich über uns beömmeln können 😉

Liebste Grüßlis von mir (Lara hihi)

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