Von Halls Creek bis nach Darwin

Oh man was eine Reise. Wir haben genau heute vor einer Woche Halls Creek mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen. Wir sehen die 3 Monate in Halls Creek als besonderen Abschnitt unseres Lebens an und blicken gerne darauf zurück. Die Leute fehlen uns bereits, aber es sind auch Alle bereits weiter gereist. 

Seit unserem Abschied vor einer Woche haben wir nun 1600KM zurückgelegt.

Die Reise führte uns ein letztes Mal durch die Stadt Kununurra  (wir haben dort insgesamt 9Tage verbracht!) und somit auch aus Western Australia heraus.

Wir haben dann in Katherine (Northern Territory) ein weiteres Mal die Hot Springs genossen, nachdem wir zuletzt mit Claudia und Tomili(Dominik) dort waren und haben dann schließlich unsere Fahrt ins Unbekannte begonnen.

Zuerst ging es in den Nitmiluk Nationalpark, wo die Edith Falls liegen, die nach meiner Oma Edith benannt sind. Ja , unsere Familie ist sogar in Australien berühmt. Dort haben wir einen kleinen Walk in der berühmten Mittagshitze zu den beiden Naturpools gemacht ( Wir sind Profis im in der Hitze Wandern gehen!). Nach ein paar Stunden haben wir uns aber dazu entschlossen doch schon weiterzufahren, da uns ein paar Hippies begrüßten , die wir noch als Kunden aus Halls Creek kannten… Richtig komische Vögel. Ne Spaß, wir wollten einfach weiter.

Angekommen im Kakadu Nationalpark , einem der größten Parks in Australien,  mussten wir von einem Campground auf einen Caravan Park ausweichen…einfach weil auf dem Campground Niemand außer dem Manager war,was uns doch etwas an Horrorfilme erinnerte. Also statt 30Dollar pro Nacht nun 34Dollar gezahlt – wir hams ja…NICHT.

Leider hat der Wettergott es nicht allzu gut mit uns gemeint. Die Steinwandmalereien , die kilometerweiten Aussichten und unsere Wetland Schifffahrt (3F’s 😂) wurden von dauerhaftem Regen begleitet… Wenn es mal nicht regnete, war es bullenheiß und ich…ja ICH musste mein Bestes geben, um Lara zum Wandern zu bekommen. Denn leider hat der Kakadu Nationalpark nur wenige Pools. Um genau zu sein, war zu unserer Besuchszeit nicht ein Naturpool beschwimmbar und Madame wandert nur, wenn am Ende vom Wanderweg eine Abkühlung wartet. Naja, etwas kann ich es bei 37°C doch verstehen 😉

(Aber nicht,  wenn wie hier im Bild Alligatoren auf einen warten)

Nachdem wir genug von der ganzen Kultur im Kakadu NP hatten, sind wir, mit kurzem Zwischenstopp auf einem kostenlosen Campingplatz,  weiter zum Litchfield Nationalpark gedüst.

Und tatsächlich… Wanderwege mit Naturpools. 

Der Litchfield NP ist ein Park ganz nach unserem Geschmack. Am ersten Tag besuchten wir die Burley Rockholes – aka Abenteuerspielplatz für Klein und Groß – die aus einem Fluss und seinem natürlichen Verlauf bestehen, welcher bis zu metertiefe Becken in den Stein gefressen hat… ne warte.. was schreib ich denn da.. stellt euch vor der Fluss kommt auf eine Steinplatte herunter geflossen..und fräst ein 4x4Meter großes Loch hinein…das ist einer der 5 Pools..

Konnte man das verstehen? Bestimmt nicht..hier also ein Foto

Am selben Tag ging es für uns noch zu den Florence Falls. 

Die Florence Falls und ich waren nur 135 Stufen voneinander getrennt… Aber! Ich wollte natürlich auch bei 36•C dorthin! Ein wirklich schöner Wasserfall bzw. zwei. Es war der erste große  Wasserfall unter dem wir gestanden haben ☺

Wir haben letztendlich zwei Tage im Litchfield Nationalpark verbracht, wovon der zweite mit der erfreulichen Feststellung begann,dass wir von nun an Besitzer einer eigenen Ameisenstraße in unserem Van sind!
Danke im Voraus für die Glückwünsche! 

Aber wir waren ja im Nationalpark ,ne? Also scheiß auf die Ameisenhorde und ab zu den Wangi Falls. Diese konnten mich aufgrund der Wasserfarbe nicht begeistern . Lara ist der festen Überzeugung ich mochte diesen Wasserfall nur nicht, weil ausdrücklich vor Süß- und Salzwasser Krokodilen gewarnt wurde. 

Lächerlich!

🙈😂 naja…vielleicht hatte sie ein ganz kleines bisschen Recht.

Sieht doch gefährlich aus oder?
Ich versuchte Lara von einem weiteren Wanderweg in der Mittagshitze ( alle HappySnipeschen Wanderungen finden GRUNDSÄTZLICH  in der Mittagshitze statt. Das ist von Generation zu Generation Tradition! ) zu überzeugen, jedoch konnte sie sich erst dafür begeistern als eine nackte Frau den Wanderweg betrat… ich habe wohl etwas zu entsetzt geschaut, sodass Lara mich ermahnen musste das Wort „Nackt“ nicht so laut zu rufen. Wir folgten diesem Spektakel also hinauf bis zu einem Wasserfall – man darf dort nur im Wasser baden bevor es den Wasserfall metertief hinab fällt- nicht danach..da ist es heilig. Berücksichtigt man dies nicht und geht trotzdem baden bekommt man eine schlimme Krankheit namens Mijamija. Das sagen zumindest die Aboriginals in ihren alten Sagen 😂

Also ab den Wasserfall hoch, um das Wasser zu berühren BEVOR es heilig ist!

Die Nackte zog dann auch einen weißen Bikini an der bei Wasserberührung durchsichtig wurde – und eh nichts bedeckte… Aber hey.. sie hat sich Mühe gegeben.

Anschließend ging es unspektakulär-spektakulär nochmal zu unserem Lieblingsort – den Rockholes. Hier gab es, nach einer entspannten Stunde im Wasser, keinen unbekleideten Menschen – nur einen monsunartigen Regen der uns bis zum Campingplatz begleitet hat, welcher von einem miesepetrigen Deutschen geführt wird. Übrigens hat der Mann einen Nabelbruch… will keiner Wissen, ist aber so.

Unsere Ameisenstraße hatte sich inzwischen zu einer Ameisenautobahn mit Asiatischer Reisegruppe entwickelt(hatten Kameras um den Hals), was uns nun dazu gezwungen hat unsere Pläne umzuschmeißen. Anstatt auf einem Campingplatz 20min ausserhalb von Darwin – leben wir nun in einem Zimmer bei einem älteren Australier, welches wir bei AirBnB gefunden haben. Insgesamt kommen wir so nun günstiger weg als auf dem Campingplatz. 

Aktion Anti-Ameise begann dann heute früh mit der Ankunft bei Ross ( dem alten Herren). Swan wurde komplett ausgeräumt und erst mit Insektentötungsmittel eingesprüht, dann wurden Insektenköder im ganzen Auto ausgelegt und zu guter Letzt haben wir 2 Anti Insekten Bomben im Auto gezündet…und die Viehcher vergast.

Sicher ist sicher!

Was ein Spaß. Bis zum Abend hatten wir keine lebendigen Ameisen mehr im Swan. Haben die Dämmerung dazu genutzt den Wagen noch auszusaugen – und wenn wir morgen keine Ameisen mehr im Auto finden, können wir ihn endlich wieder einräumen!

Was ein Tag. Sind totmüde nach einer anschließenden Fahrt mit dem Bus in die Stadt, um eine Pizza bei Dominos zu essen und den Nachtmarkt am Strand zu besuchen.

Nun wird geheiat – Lara schläft schon. Oh, doch nicht. Sie schreibt mit Huriye. Liebe Grüße an dieser Stelle an Huriye.

Nun aber wirklich…

Gute Naaaacht! 

Kriss und Lara

Australien – Eine andere Welt? 10 Dinge, die besser sind als in Deutschland 

Nun ist es endlich so weit…

Unsere Liste mit 10 Dingen, die in Australien besset sind als in Deutschland:

1. Das Wetter

Sobald man das erste Mal über Australien fliegt fällt einem sofort auf, dass überhaupt keine Wolken am Himmel sind. Man hat eine wunderschöne Sicht auf das Land, welches darauf wartet erkundet zu werden. Da wir mit der Sonne reisen, erleben wir hier den „Winter“ Australiens bei angenehmen 30 Grad und Sonnenschein. 
2. Die Natur

Wie eigentlich viele von euch wissen, bin ich nicht der große Naturliebhaber. Eigentlich so gar nicht.  Aber Australien hat einfach alles zu bieten, was man sich erträumen kann. Von Großstadt Metropole, Outback, Regenwald, Gebirge, Skigebiete, RIESIGE Nationalparks, Schwimmlagunen, Wasserfälle bis hin zu ganz normalen Dörfern, wo die Menschen einen mit einem freundlichen “ Hey, how are you doin‘?“ begrüßen . 

3. Die Tierwelt

Ja, es gibt hier gefühlte 1000 giftige Tierarten und mindestens genauso viele versuchen dich zu töten. 

Nein..ganz so schlimm es ist nun wirklich nicht. Solange man sich umsichtig verhält und brav seine Schuhe kontrolliert ist alles gut.

Es ist wirklich beeindruckend wie viele verschiedene Tierarten alleine in Halls Creek unterwegs sind. Man kann innerhalb von einer Stunde über 100! Verschiedene Insekten beobachten oder die unterschiedlichsten Vögel singen ( krächzen) hören. Zum Beispiel kann man das Geräusch eines Raben in Australien nicht annähernd mit denen der deutschen Raben vergleichen. Hier ein Hörbeispiel

4. Die Ladenöffnungszeiten

Montags bis Sonntags… Hallo?! Sonntag! Zwar nicht so lange..aber man hat wenigstens die Chance vergessene Einkaufsmittel zu besorgen… oder die Krankenschwester hat noch genug Zeit nach dem Dienst noch etwas einzukaufen, bevor sie totmüde ins Bett fällt.
5. Kindererziehung 

Ich finde es beneidenswert, dass die Kinder von klein auf so nah an der Natur sind und bereits sehr klein schon sehr viel über die Tiere wissen. Letzte Woche haben mir zwei Kinder erzählt sie hätten eine Tiger Snake fast mit dem Auto überfahren und dass diese eine der gefährlichsten und aggressivsten in Australien sei. 
Ganz ehrlich… ich konnte in dem Alter alle 150 Pokemon in korrekter Reihenfolge aufzählen…

Und die Knirpse hier sammeln Schlangen ein, weil sie wissen, welche Giftig sind und welche nicht. Sie kennen die Lebensräume der Lebewesen und haben bereits im jungen Alter den korrekten Umgang mit ihnen gelernt.

Wirklich beeindruckend!

6. Der Umgang mit der Natur

Das erste was einem auffällt, wenn man den Flughafen verlässt und in eine Großstadt kommt: Es liegt nirgendswo Müll herum. Kein Kaugummipapier. Nichts. Wir dachten, das liegt vielleicht an Perth an sich.. jedoch haben wir da falsch gedacht. Sogar die verlassensten Highways auf unserer Strecke waren komplett frei von menschlichen Verschmutzungen. Jeder noch so kleine Restplatz hat einen leeren Mülleimer, der gerne von Jedermann benutzt wird. 

7. Saubere und kostenlose Toiletten

(Naja, das ist unser Klo in Halls Creek…aber die Klos auf den Raststätten sind mindestens genauso sauber! )

Es ist anders als in Deutschland, wo man sich regelmäßig Gedanken macht, ob man denn überhaupt ein Klo findet, welches sich einigermaßen in einemerträglichen hygienischen Zustand befindet. Das gilt auf Raststätten, in Diskos, in Fastfood Restaurants… diese Sorge ist hier in den meisten Fällen unbegründet. Sogat auf dem Rodeo in Halls Creek ( Mega Ereignis für dieses Dorf) waren die Klos zu später Stunde noch begehbar und sie hatten Klopapier!!! Sogar auf den kostenlosen Raststätten mit Plumsklo (Anmerkung zum letzten Video: Der Hebel auf dem Klo ist keine Klobürste..es ist der Hebel, um eine Art von Miniklospülung zu erreichen, die das eigene Geschäft hinab zum Güllehaufen befördert.) gibt es zu 99% kostenloses Klopapier! Nimm dir ein Beispiel daran Deutschland!

8. Einkaufswagen ohne Chip

(Kein geklauter Einkaufswagen auf drn Straßen Halls Creeks!)

Wir waren zu Beginn echt sehr verwundert..aber es geschehen echt noch Wunder.

Man benötigt keine Münze, um einen Einkaufwagen zu bekommen. Er hat noch nicht einmal diese schicken selbat blockierenden Räder, die verhindern, dass man den Wagen klaut. 

Wahnsinn…trotzdem gibt es immer genug Einkaufswagen für alle.. 

Okay, außer in Halls Creek. Hier nehmen die Einheimischen die Wagen unseres Supermarktes anscheinend gerne mit nach Hause oder sonst wo hin.. ( Aussterbende Spezies „Einkaufswagen“)

9. Die Einheimischen 

Ich ziehe meinen Hut vor den Australiern, denn ich habe bisher zumindest das Gefühl voll und ganz in meinem ganzen Dasein als „Ich“ akzeptiert zu werden. Unabhängigkeit von Geschlecht, Rasse, Hautfarbe, Religion, Sexueller Orientierung oder politischer Ausrichtung(etc.) wird man von zumindest allen, mit denen wir Umgang haben, respektiert. 

Außerdem haben sie die coolste Einstellung zum Leben („No worries.. All good.. She’ll be allright mate!“ Und das auch wenn der Busch neben deinem Haus Meter hoch brennt.) und leben ihr Leben in vollen Zügen. Vor allem kennen sie ihr Land einfach am Besten und können die tollsten Tipps geben, wobei sie sich freuen, wenn sie einem IHR Land zeigen können.

10. Der Sternenhimmel

(Foto kommt noch ;))

Der bekommt seinen ganz eigenen Aufzählungspunkt, weil er einfach wunderschön ist. Man kann zu fast jeder Zeit abends die Milchstraße und bestimmt 100 Sterne leuchten sehen. Ist man aus der Großstadt heraus kann man geschätzt bestimmt 1000 Sterne sehen. 

Besonders beeindruckend ist es, dass man eigentlich jeden Abend Sternschnuppen beobachten kann, was schließlich bedeutet, dass wir sie nur in Deutschland so selten sehen, weil es zu hell ist und unsere Luft zu verschmutzt ist.. Ich werde in den nächsten Tagen mal ein Bild von dem atemberaubenden Sternenhimmel hochladen, welches ich Dank der Hilfe von Dominik, geschossen habe.

Hier hat man wirklich das Bedürfnis abends nochmal vor die Tür zu gehen,  um sich einfach nur die Sterne anzuschauen, während die Welt um einen herum stillt steht.

(Bis ein Auto angefahren kommt und man feststellt, dass man mit den anderen betrunken auf der Straße liegt, während Sternschnuppen über einem verglühen.)
 Australien hat doch mehr zu bieten, als wir dachten 😉
Hoffentlich konnte ich euch Australien ein Stück näher bringen..
Gute Nacht aus dem Outback!
Kriss und Lara

Einer der besten Tage in Australien

Ein ganz normaler Tag in Halls Creek…. naja nicht ganz. Es begann mit einem Frühstück gegen 12Uhr mittags. Darauf folgte das Bezahlen unserer Miete und schließlich bekamen wir eine Sms von einem der Einheimischen, mit dem wir schon mehrmals gesprochen hatten. In der Sms stand, ob wir nicht Lust auf einen kleinen Trip mit ihm heute Nachmittag hätten. Natürlich?! Also wurden wir prompt um 14.30Uhr  von ihm abgeholt . Wir, alleine mit David, einem angestellten der hiesigen Wetterstation in einem 20 Jahre altem Suzuki auf dem Weg in die Kimberleys. Also in die Wüste und noch tiefer ins Outback. Halls Creek ist bekannt für einen Goldfund vor über 200 Jahren und seitdem kamen tausende Menschen nach Halls Creek, um eben dieses zu Suchen. Die Folge sind zig Goldmienen mitten im nirgendwo. Wir rasten also in diesem alten Wagen über Schotterpisten, die wir niemals in unserem Wagen befahren hätten, und bogen plötzlich ab auf einen „Weg“ den wir erst recht niemals betreten hätten. 

David zeigte uns alte Goldmienen , die hier natürlich ungesichert einfach plötzlich im Boden sind oder riesig groß und mit Regenwasser über die letzten 20 Jahre gefüllt.

Wirklich beeindruckend 👍.  Anschließend ging es zu einem großen See , an dem wir mit David Champagner tranken und sein Kajak zu Wasser ließen,  um auf dem See zu paddeln. Zum Glück gibt es nur Süßwasser-Krokodile in dem See 😉 Wir genossen also die vollkommene Stille und trieben über das Wasser, während uns langsam auffiel wie sehr wir doch im Nirgendwo waren. Wir waren nun also vollkommen von diesem Fremden abhängig von dem wir nicht mehr als seinen Namen kannten. Super, da war der Zeitpunkt an dem die Horrorfilme über Australien einem in den Kopf kommen 😂  Aber ganz ehrlich..wir können eh nichts daran ändern 😂😂😂 


Etwas beunruhigt ging es nach dem Sonnenuntergang  (es hat ausgerechnet heute geregnet und es war vollkommen! bewölkt) auf in eine alte Miene, in der Fledermäuse leben…nicht nur ein paar.. sondern Hunderte gar Tausende. Es war inzwischen völlig dunkel geworden und dieser Tunnel war echt so eng, dass Lara sogar von den Fledermäusen angeflogen wurde 🙈 

Auf den letzten Metern zurück nach Halls Creek ließ mich letztendlich meine Blase im Stich ( nach 1/3 Flasche Champagner und 1 Liter Wasser) und wir mussten 7 Minuten vor der Stadt im Nirgendwo halten, wo David mir doch tatsächlich  einen Klostuhl anbot, den er auf Ebay erstanden hatte.

Das war mein elegantester und luxuriösester Klogang unter beeindruckendem Sternenhimmel. Wir brauchen auch so ein Ding!

Nach über 100KM an Gravel Road und beeindruckender 4Wheel Drive Strecke muss ich einfach zugeben, dass das einer der besten Tage überhaupt hier war. Alles Dank einem netten Einheimischen namens David, dem wir zum Glück Vertrauen entgegengebracht haben… Hoffentlich holt er uns noch öfter hier aus dem Kaff heraus, sodass wir noch viel mehr von den schönen Kimberleys sehen können.

Liebe Grüße an alle, die das hier gelesen haben 😉

Wir gehen nun mal schlafen..
Kriss und Lara

…unser Leben in Mordors Creek

Oh mein Gott…
Heute ist der 20.06.16 und wir sind bereits 5 Tage in Halls Creek, wovon wir 2 Tage frei hatten. Wir haben uns nun (voraussichtlich) 3 Monate selbst versklavt, um in diesem Loch zu arbeiten.

Nun natürlich die Frage… wie ist es so?

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Wir sind Donnerstag abends in Halls Creek angekommen und wurden von Stacey, unserer Vorgesetzten, begrüßt. Anschließend ging es für uns in unser zukünftiges Zuhause. Ich nenne es liebevoll den „Container“.
Wir leben nun also die nächsten 3 Monate in einem Wellblechcontainer, den wir bislang mit einem kanadischen Pärchen teilen, während noch 2 weitere ( eine Taiwanesin und ein Kiwi) unsere Küche und Sanitäranlagen mitnutzen.

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Der ganze Spaß kostet uns insgesamt 300 Dollar die WOCHE.
Wir haben leider keine andere Wahl, da der Campingplatz hier nicht einmal eine Küche hat und wir 3 Monate nicht ohne Kühlschrank und Strom leben wollen.

Die ersten Tage hier im Nirgendwo waren doch sehr anstrengend. Anders als die meisten anderen Australier hat unsere Chefin die Auffassung, dass alles super schnell und sofort sein muss – nichts hier mit „No worries“-und so. Von daher habe ich die Tage damit verbracht Kartons auszupacken, Reisbeutel mit Käfern drin auszusortieren und abgelaufene Babynahrung wegzuwerfen 😂.
Lara hat im Gegensatz zu mir dafür viel Kontakt mit den Einheimischen hier gehabt. Einheimische bedeutet in Halls Creek , dass 90% unserer Kunden Aboriginies sind und 10% Reisende auf der Durchfahrt.
Von daher ist es an Halls Creek nicht verwunderlich, dass es ein Alkoholverbot gibt, welches keinen harten Alkohol erlaubt ( Bier nur bis 2.5% Alkohol). Das heißt für uns, dass wir demnächst mal 4 Stunden nach Kununurra fahren müssen, um Alkohol zu kaufen, weil es sich ohne nur schwer aushalten lässt.

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Halls Creek selbst besteht aus einer Hauptstraße , dem Great Northern Highway und nicht viel drum herum (Außer dem „Wolf Creek“-Krater nachdem ein Horrorfilm benannt ist 😂😂😂). Es gibt eine Tankstelle, ein Krankenhaus (mit 8 Betten und einem Arzt, wenn man Glück hat) und den Supermarkt, in dem wir arbeiten.
Die Kundschaft selbst wird hier gefeiert als wäre sie die Queen höchstpersönlich. Es wird DIREKT eine zweite Kasse aufgemacht, sobald 2 Kunden an einer Kasse stehen. Es interessiert die Kunden auch nicht, dass eine Kasse geschlossen ist – man legt trotzdem seine Waren ab und *DING* es muss sofort ein Arbeiter die Kasse eröffnen.
Wir wollen uns auch gar nicht beschweren, denn unser Geld ist deutlich leichter verdient,  als das der Farmarbeiter. Da lässt sich darüber hinwegsehen, dass das Geld der Leute in ihrem schwitzigen BH steckt oder die Kreditkarte vor dem Zahlen nochmal ordentlich abgeleckt wird. Es ist wirklich ein seltsames Volk hier.. Was übrigens in unserem Supermarkt am häufigsten geklaut wird sind Flip Flops. Die Leute kommen ohne Schuhe herein, suchen sich ein Paar Flip Flops aus und gehen dann gemütlich wieder aus dem Laden 😂

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Nee, was ist das schön hier.
Die nächsten Tage verlassen 3 Mitarbeiter den Supermarkt, so dass wir nicht damit rechnen, dass wir nochmal so viel freie Zeit haben wie gerade.
Außerdem werden Abschiede hier in ordentlicher Manier gefeiert. Es wird sich ab 17 Uhr bei uns vor dem Container mit Alkohol betrunken(welcher aus 4-6 Std. entfernten Städten stammt ), um gegen 20Uhr zu dem einzigen Pub hier zu wechseln. Wir waren jedoch dezent enttäuscht als wir feststellen mussten, dass der Pub lediglich ein Restaurant mit Bar ist. 

Naja…ich würde sagen, dass wir noch etwas Zeit brauchen, um uns in diese bereits lange bestehende Runde aus Native-Speakern einzugewöhnen.
Vor allem aber, um uns an die Stadt selbst zu gewöhnen.

Aber eins trifft jetzt schon zu… man dreht hier bereits etwas am Rad 😂

Wir werden die nächsten Tage Versuchen Videos hochzuladen, denn heute klappt zum ersten Mal das W-lan auf dem Laptop.

Wir berichten natürlich fleißig weiter aus der Einöde.

Krissi und Lara

Auf der Suche nach DER Socke

…Lake Argyle war eigentlich nur ein weiterer Spot auf unserer Suche nach einer Socke.

Dominik hat auf dem Weg nach Katherine eine Socke seines einzigen Wandersocken Paares verloren und wir sind nun fleißig am Suchen.
Es besteht eine gewisse Bindung zwischen Socke und Ex-Besitzer und wir möchten die Beiden wieder zusammenführen (wir alten Romantiker).

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Ja, es ist DIE eine Socke sie alle zu knechten.

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Wir sind nun insgesamt 1000Km gefahren, um die Socke am Lake und an den Zebra Rocks zu suchen. Die meisten Kilometer sind wir jedoch gefahren , um dem traurigen Ex-Sockenbesitzer (Anm. Des Autors: Dominik. – Im weiteren Text nur noch Ex-Sockenbesitzer genannt) mitzuteilen, dass wir seine Socke nicht finden konnten. Der Ex-Sockenbesitzer war natürlich am Boden zerstört. Es tut uns heute noch sehr leid, dass wir versagt haben. Um die traurige Botschaft zu verkündigen ritten wir weitere 700Km auf unserem Swan nach Katherine, wo wir den Ex-Sockenbesitzer und Claudia trafen. Wir haben uns wirklich sehr gefreut die Beiden nochmal zu sehen und etwas Zeit mit ihnen zu verbringen bevor es für uns in die Weltmetropole Halls Creek zum Arbeiten geht. In Katherine haben wir gefühlt mindestens 12 von den 9 Schluchten bewandert,  aber nach 4 Stunden des Wanderns war einfach Schicht im Schacht.

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Gemeinsam ging es dann zu den Hot Springs der Stadt Katherine.
Diese Quelle ist lauwarm und entspringt aus einem (wie wir denken) Loch in einem Felsen. Zuerst wurde die RIESEN Wanderung mit einem 2 Liter Pott Schokoladeneis belohnt und anschließend habe ich meine 3 Wegbegleiter zur Opfergabe zuerst in die lauwarme Quelle geschickt ( am 1.6. wurde dort angeblich ein Krokodil gesichtet), als sich diese als Sicher herausstellte, begab ich mich dann auch in sie hinein und genoss einfach dieses Wunder der Natur, welches sich mitten in der Stadt befindet.

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Am nächsten morgen hieß es also Abschied nehmen vom Ex-Sockenbesitzer und Claudia. Man kann es nicht anders sagen, aber nach 6 Begegnungen sind die Beiden uns ans Herz gewachsen. Ein Besuch auf ihrem Reiseblog Weltreize lohnt sich, da die Beiden noch einige Länder vor sich haben und auch bereits viele Länder besucht haben.

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Aber auch für uns geht es nach ein paar Abschiedstränchen (und einem riesen Grashüpfer) weiter bzw. zurück nach Halls Creek. Heute, am 13.6.16, sind wir bereits nur noch 2 Stunden von Kununurra entfernt und übermorgen Nachmittag sind wir in Halls Creek.

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Wir hoffen echt, dass der Job gut auszuhalten ist und uns etwas Geld in die Reisekasse bringt.

Bis dahin,

Adios ihr Süßen!

Krissi

Die schlimmste Autofahrt bislang…

Es ging auf direktem Weg nach Coral Bay. Kaum angekommen checkten wir im Caravan Park ein und rasten förmlich zum Strand. Dort kam es zu unserer (fast) ersten ganzkörperlichen Begegnung mit dem australischen Gewässern. Welch Wohltat!Das erste Mal im kühlen Nass waren wir zuvor in Quobba(nördlich von Carnarvon,auf dem Weg nach Coral Bay) nachdem wir uns die Blowholes angesehen hatten…Löcher, die Wasser in die Luft pupsen.

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Nun gings aber wirklich nach Coral Bay,  was im Grunde aus einer Straße und zwei Campingplätzen besteht, welche am Meer liegen. Wir hatten irgendwie auf einen riesen Urlaubsort gehofft, an dem viel los ist… der Tag am Meer verging wie im Fluge.

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Tatsächlich ging Abends doch noch die Lutzi, wie ich aus der Ferne an einer in fünf verschiedenen Farben beleuchteten Palme erkennen konnte… Da lief tatsächlich Live-Musik und darauffolgend ein Umweltfilm auf einer aufgeblasenen Leinwand. Faszinierend…

Am nächsten morgen machten wir uns auf dem direkten Wege (laut Google Maps) Richtung Cape Range Nationalpark………. 2Std 30min sollte die Fahrt dauern. Leider sagte uns Google Maps nicht, dass es sich hierbei um eine Schotterstraße mit wellblechartigem Bodenmuster handelt…. Kurzfassung: Ich habe während der 30km langen Fahrt so die Fassung verloren, wie ich es in sechs Jahren im OP nicht geschafft habe….

Dann tat Google uns ,nach über einer  Stunde des Heckausbrechens und 20km/h Fahrens, nicht den Gefallen uns zu sagen, dass diese Straße nicht zum Cape Range Nationalpark führt, da diese gerade von einem Fluss überschwemmt wird ….

…..

….

Kurzfassung: Es folgten erneute 30km Polterstrecke zurück, die jedes zweite bis dritte Auto mindestens einen Reifen kostet…
Ich bin im Nachhinein echt stolz, dass der Wagen gehalten hat und dass wir als ungeübte 4WD-Straßen Fahrer diese als „schwierig“ gekennzeichnete Strecke überstanden haben.

Den Weg außenherum zum Nationalpark musste nun Lara fahren.. ich war „fick und fertig“ nach 3 1/2std der Höllenfahrt…

Auf dem Osprey Campground wurden wir dann aber von Frank und Merle empfangen und nach all den Strapazen mit einer wunderschönen Sicht über das Meer belohnt.
Vor’m Schlafen hieß es also noch flott ab ins Meer und den Sonnenuntergang am Strand genießen.

Der nächste Tag war geprägt von Stränden.
Ich will ja nichts sagen…aber wir sind im Paradies angekommen.

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Wir waren den ganzen Tag Schnorcheln und uns ein wenig sonnen 😉

Heute früh waren wir noch flott 1 1/2 Stunden durch die Mandu Mandu Gorge Schlucht wandern bevor es rein in die an den Nationalpark angrenzende Stadt Exmouth ging…

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Ich war schon stolz, dass ich mich trotz dem Thrombosescheiß nicht unterkriegen lasse und Alles mache wie immer (trotz tatsächlich ca 20 blauen Flecken und einem sexy Strumpf).

In Exmouth haben wir zwei Stunden damit verbracht zu überlegen und zu diskutieren, ob wir es uns leisten können mit Walhaien zu schwimmen… 400$ für einen Tag Schnorcheln…
Oh man..
Da wir noch nicht viel gearbeitet haben, haben wir uns schließlich dagegen entschieden.
Auf die Entscheidung folgte eine dezent depressive und traurige Phase meinerseits, die sich erst abends durch zwei Liter Cadbury Schokoladeneis und Burgerchips beenden ließ…

Nun liegen wir brav in unserem Swan und morgen müssen wir die angefressenen 5000Kalorien abwandern bevor es weiter Richtung Karratha geht 😂

Hoffentlich haben wir bald wieder Empfang.

Je vous aime 😚

Krissi (und eine bereits schlafende Lara)

Ein Monat auf Weltreise

Wow – der erste Monat ist nun auch schon rum. Es folgen nur noch maximal 12 Monate des Reisens 😉 also keine Sorge… das kriegen wir auch noch rum.
Was haben wir in den letzten Tagen so erlebt?

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Wir haben uns dagegen entschieden in den Francois Peron Nationalpark zu fahren so als ungeübte Allrad Fahrer. Naja eigentlich wollten wir da durchheizen aber die Frau von der Nationalparkinfo hat gesagt, dass der Wagen besonders hoch sein muss… daraufhin habe ich mit dem ultragenauen Flipflop-Längenmaß die Höhe unseres Autos mit anderen Allradwagen verglichen..und das Ergebnis für nicht zufrieden stellend befunden.
Also kein Allrad-Nationalpark für uns.

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Die nächste Nacht verbrachten wir auf einem kostenlosen Rastplatz zwischen Monkey Mia und Carnarvon . Die Nacht war sehr zufriedenstellend… außer, dass gegen 21Uhr Holländer meinten sich 1Meter neben unseren Van mit ihrem Auto zu pflanzen und da ihr Zelt aufzubauen.  Nur als Anmerkung: Die Sonne geht hier gegen 18Uhr unter. Bis um 20Uhr liegen wir meistens schlafbereit im Van, weil einfach tote Hose auf dem Rastplatz/Campingplatz ist. Also störten diese Holländer förmlich unsere Nachtruhe! (Innerlich sind wir wohl doch noch grimmige Deutsche 😂).

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Früh morgens ging es nach Carnarvon, um sich ein letztes Mal für lange Zeit Lebensmitteltechnisch zu upgraden. Endlich wieder Cracker für die stundenlangen Autofahrten!!!
Während des langersehnten Einkaufs (Cracker Woolworth 1.50$ … jeder andere Supermarkt außerhalb einer größeren Stadt 3.90$) kam uns ein dezenter Feueralarm in die Quere, der uns von unserem 750ml Glas Nutella( für 5$ statt 11$ )trennte.

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Als der Schock über die spontane Trennung von unserer Beute verdaut war, verbrachten wir den Rest des Tages damit gefühlte 30 Farmen anzufahren, um einen Job zu finden,  was laut sämtlichen zuverlässigen Quellen, einfach fast unmöglich war. ABER wir haben einen gefunden….
Bei Asiaten… ( in Carnarvon sind 70% der Farmer asiatischer Herkunft)
…wie sich nach der Arbeit heute rausstellte… für 5$ die Stunde…..um Tomaten zu Pflücken…
Ausbeute pur.
Wir verlassen morgen das sinkende Schiff Richtung Blowholes und schließlich Coral Bay/ Exmouth.

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Hier ein paar interessante Fakten über Dinge, die wir hier befremdlich finden.

1. Taschentuchboxen werden unseren dicken Taschentüchern bevorzugt.
2. Günstige Küchenpapierrollen sind so dünn, dass man 4mal so viel benötigt.
3. Das selbe gilt für Klopapier…. (Lassen die beim Lulun weniger Wasser als wir oder wie?!)
4. Brot…… einfach nur „Brot“.
5. BBQ Ketchup…ist unser normaler Tomatenketchup.
6. Süßigkeiten… vergesst es einfach… alles Haribo ähnliche schmeckt nicht.
7. Pfannenwender sind wabbelig…und aus Kunststoff.. damit kommt man nicht unter einen Pfannkuchen.. (aber die können wir ja eh nicht 😂)
8. Grillwürstchen.. what the?! Null gewürzt..schmeckten nach nicht gekonnten holländischen Frikandeln.
9. Internet/Wifi… in ganz Asien gibt es (fast) überall kostenloses Wlan… So weit ist Asien nun wirklich nicht weg.
10. Leitungswasser… schmeckt immer nach Chlor…

Und was alle eh schon wissen…
11. Tampons..
Aber darauf möchte ich nun nicht weiter eingehen.

Beim nächsten Mal schreibe ich eine Liste mit Dingen, die die Australier besser können 😉

Guts Nächtle aus Australien

Krissi und Lara

Prince Leonard und Campen am Strand

Tatsächlich sind wir gestern im Kalbarri Nationalpark wandern gegangen. Wer mich kennt weiß,  dass Wandern meine absolute Lieblingsbeschäftigung ist! …..

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Knappe 4 Stunden ging es mit 3 Litern Wasser bewappnet über felsige Berge und an Klippen entlang. Man kann nun nicht sagen, dass es besonders gehbehinderten freundlich ist,  was da auf einen zu kommt. Die Wanderung  sollte laut Beschreibung 3-5 Stunden in Anspruch nehmen.
Nach 2 Stunden und angeblichen 3 Km Strecke beschlossen wir zurück zu wandern, da der weitere Weg noch angebliche! 5 Km lang war und ab dort noch steiniger und felsiger werden sollte (….wir sind vorher die ganze Felswand hinab gestiegen…wie soll es noch schlimmer werden?!). Ich wollte das gar nicht heraus finden, da wir endlich mal vor 16 Uhr in der Provinz Hutt River ankommen wollten.

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Gegen 15.33 Uhr erreichten wir dann tatsächlich die gelobte Provinz nachdem ich auf dem Fitnessarmband eine gelaufene Strecke von 13Km feststellte… 6 Kilometer laut australischen Angaben… Deren Ernst?!
Prinz Eugene begrüßte uns herzlich und klärte uns über die Geschichte der Provinz auf. Ein echt liebenswerter Mann, der einem das Gefühl gegeben hat wirklich willkommen zu sein.

Wir machten uns dann auf dem „Caravan Park “ breit auf dem mit uns ein älteres Ehepaar stand. Für 5 Euro gab es also Toiletten mit fließendem Wasser und heiße Duschen. Leider vergaßen wir vorher zu Checken, ob das Licht funktioniert – denn nun durften wir mit Stirnlampe auf dem Kopf uns gegenseitig beim Duschen Licht zuwerfen. Hoch erotisch sag ich euch.

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Im Dunkeln duschen mussten wir auch eigentlich nur, weil ich auf die glorreiche Idee kam ein Lagerfeuer machen zu wollen, während Lara am spülen war. Es war eine Mischung aus Neugier, Unfähigkeit und Steinzeit-Mensch Dasein, was schließlich zu einem gewissen Erfolg führte. 20 Minuten Lagerfeuer… A là “ Ich habe Feuer gemacht – Uhaha“

Der Rest des Abends verlief unscheinbar  (nach dem historischen Erfolg konnte nichts meinen Tagesablauf mehr in Szene setzen.) und wir gingen früh schlafen, während wir den Sternenhimmel bestaunten.

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Das Frühstück heute früh bestand aus Resttoastbrot und Nutella , um flott Richtung Norden aufzubrechen – nach Denham. Auf dem Weg nahmen wir noch einige schöne Eindrücke mit. Die Hermelin Pools (Ein mit Mikroorganismen gefülltes Biotop, was zumindest laut Beschreibung dem Wattenmeer ähnelt), den Shell Beach(der nicht aus Sand sondern Muscheln besteht) und einen schönen Lookout für den nur noch 5 Minuten Zeit blieben, da unser präferierter Campingplatz im Internet als ausgebucht galt.

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In Denham begrüßte uns türkises klares Wasser, was wir nun zwei Tage völlig genießen wollen.

Wir melden uns wann immer wir Zeit haben 😉

Liebe Grüße an euch alle!

Krissi und Lara
(Denen heute von einem Schweizer Koch ,der auf Weltreise ist, beim Pfannkuchen machen geholfen wurde, da sie anscheinend so Unfähig aussahen 😂😂😂)

(Okay.. er hat die ganzen Pfannkuchen lieber selbst für uns gebraten…)

Hit the Road Jack!!!

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Es ist soweit..wir sind endlich unterwegs im großen Australien!
Etwas verunsichert brachen wir nach einer Abschieds-Jam-Session im DC Resort am 12.5.16 auf ins Ungewisse. Lediglich unser Ziel stand fest und wir hatten 500KM vor uns.
Das erste, was auffällt ausserhalb der Großstadt: Die Straßen werden leerer und die Natur wird immer präsenter.
Die Tankstellen werden weniger und die Straßen sehen alle gleich aus.
Man kann sich als Deutscher, der nie groß aus Europa raus kam, gar nicht vorstellen wie weit die Entfernungen hier wirklich sind. Hunderte Kilometer voller nichts…

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Einen kurzen Stopp legten wir im Nambung Nationalpark ein, um die berühmten Pinnacles anzusehen. Eine Kalksteinformation, die über zig Jahrhunderte entstanden ist. Ganz toll.
Neee war schon beeindruckend so eine Wüste voll von gelben Pinnöppeln zu sehen.
(#naturbanause)

Unsere erste Nacht außerhalb von Perth verbrachten wir im Waminda Sancuary etwas nördlich von Geraldton. Das ist eine Aufzuchtstation für Kangaroos, Emus, Dingos, Ziegen, Vögel und was auch sonst noch da rum läuft 🙈

Wir schliefen dezent frierend in unserem Wagen, nachdem wir versucht haben die „üblichen Campingabläufe“ von unseren Mitbesuchern abzuschauen ( kläglich gescheitert).

Heute früh ging der Wecker um 07.00 Uhr und wir trauten uns kaum heraus, da es einfach viel zu frisch war. Von wegen Australien ist so warm… nur zwischen 10-17Uhr 😂 zumindest im Winter.

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Um 07.30 Uhr warteten bereits die Tiere auf uns und wollten gefüttert werden. Alle bis auf die Kangaroos(schliefen noch) und die Vögel(streckten sich lieber in der Sonne als im Schatten zu frieren) freuten sich auf ihr Frühstück – genau so freuten wir uns auch, denn im Waminda Sancuary kann man gegen einen kleinen Obulus zwischen wilden Tieren schlafen und bekommt ein köstliches Frühstück.

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Wir packten daraufhin unsere 7 (hundertdreiundzwanzig) Sachen und waren um 10.30 Uhr soweit, um zum Kalbarri Nationalpark aufzubrechen.

So… und da war dann der Zeitpunkt an dem wir erfahren haben, dass 40KM bis zum Ziel auch mal 2 Stunden Fahrt über eine unebene sandige Schotterpiste bedeuten kann. Das ganze natürlich bei 33 Grad in der schönen Mittagssonne. Für die Fliegen müssen wir schon leicht verstorben gerochen haben, denn die Fliegen fliegen auf uns!

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Da wir uns dank der unterschätzen Strecken dezent verschätzt haben,  können wir heute noch nicht in der „Provinz Hutt River“ nächtigen, da diese um 16 Uhr die Schotten dicht macht( und wir wären dank Schotterpiste um 17 Uhr angekommen).

Nun sitzen wir auf einem viel zu teuren Campingplatz mit Telefonnetzempfang, Dusche und Blick auf das Meer.

Ganz ehrlich…könnte schlimmer sein 😉

Morgen geht es erneut in den Kalbarri Nationalpark,  um die während der Fahrt angefressenen Kilos zu verbrennen.

Hoffentlich schaffen wir es morgen pünktlich zu den 90jährigen Prinzen des Hutt Rivers 😉 Sollten wir morgen Handyempfang haben, sind wir erneut gescheitert.

Wir berichten bald mehr ( falls wir Internetempfang haben).

Muchos Kussos😙😙😙😙

Krissi und Lara

An Apple a day keeps the Doctor away – No.

Ich habe sogar 2 Äpfel am Tag gegessen. Bringt gaaaaar nichts!

Willkommen zu einer weiteren Folge von Kristin Krüppel.

Seit genau einer Woche klage ich über dezente Sehstörungen, die mich nach 3 Stunden des Diagnose-Googlens zu der Erkenntnis brachten, dass ich definitiv vielleicht doch ganz wahrscheinlich ..nee doch nicht. ..irgendwas schlimmes habe. Danke Google. (HYPOCHONDER-ALARM!)

Also ging es vor lauter Kummer erstmal ganz entspannt zum Baumarkt, um sich mit den „Bunnings“-Mitarbeitern zu beraten, wie man am besten das gespannte Seil von der Kofferraumtür-Dichtung weg bekommt, da es in diese hinein schneidet. Ps. Wir gaben uns größte Mühe das Wort Dichtung(laut leo.org „Seal“) und Umlenkrolle(„diflextion sheave“)auf Englisch zu benutzen…worauf uns aber keiner Verstand. Der nette Mitarbeiter erklärte uns nun, dass die Dichtung einfach ein „Rubber“ sei und die Umlenkrolle ein „Pulley“. Okay, wieder etwas dazu gelernt.

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Da den Mitarbeitern auch nichts besseres mehr einfiel und unsere zuerst gebaute Installation gescheitert war, entschlossen wir uns einfach einen klebbaren Rubber nun auf den Rubber zu kleben……Ahja.

Ist nicht optimal, aber nach dem Aufwand…uns nun auch egal.

Danach ging es natürlich auf galoppierenden Pferden ab in die Innenstadt um das wichtigste heute zu erledigen – einen Nationalpark Pass für einen Monat besorgen.

Ne Spaß,  das haben wir auch gemacht, aber wir fuhren zu einem Optometrist, bzw. zu einer Optometrist. Hier in Australien ist das alles etwas komisch… Es gibt Opticians – Das sind so etwas wie unsere Optiker.
Es gibt Optometrist – Diese Herrschaften sind Doctor of Optometrie und können Diagnosen stellen und „kleine“ Rezepte ausstellen für Infektionen,Brillen etc.. Ansonsten dürfen sie Überweisungen zum 3. im Bunde ausstellen,
Dem Ophthalmologist. Unserem Augenarzt. Dieser hat hier vor allem neben dem üblichen Kleinkram die Aufgabe der Augen-OPs. Ohne Überweisung vom Hausarzt oder Optometrist – Du nix kommen rein!

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Also… sparsamste Variante. Ab zum Optometrist.  Die junge Dame asiatischer Abstammung schien wie alle Ärzte bisher SEHR besorgt. Ich liebe diesen Blick, wenn sie mir in die Augen schauen und immer unruhiger werden…. JA VERDAMMT. Ich habe unterschiedlich geweitete Pupillen. Kein Stress, schaltet das Martinhorn aus. Danke.
Nach dem ersten Schock wurde ich auf sämliche Krankheiten gecheckt und durfte die lustigsten Tests machen  (Mir wurde ins Auge gepustet…2mal! und ich wurde, glaube ich, geblitzdingst von so einer Maschine).

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Sooooo was ist nun los mit mir.
Mein Auge selbst ist wunderschön von Innen und von Außen. Aber…
Ich habe von letzter Woche Sonntag auf Montag anscheinend sehr Welt-verändernd geträumt, denn meine Sehstärke hat sich auf dem rechten Auge um 100% verschlechtert. Mal eben über Nacht von -0.5 Diop. Auf -1.0 Diop.

Ganz ehrlich…. ich bin froh, dass es nur das ist. Wir warten nun noch 2 Monate bis ich alle Medikamente los bin, um zu schauen, ob sich die Sehstärke durch ein Wunder bessert. Wenn nicht gibt’s halt eine neue Brille.

Es könnte schlimmer sein, ich hatte bestimmt nur Glück, weil ich 2 Äpfel am Tag esse. Also… brav alle Äpfel essen und nicht zu aktiv träumen…ihr könntet sonst eine neue Brille benötigen 😉

Morgen gehts endlich mal entspannt zum Strand. Wir freuen uns mega mal etwas Ruhe zu haben… Ja, wir leben hier gut , aber Australien macht es uns bisher auch nicht so einfach.

Wir melden uns bald wieder 🙂

Kristin Krüppel und Lara vom Lara-Moment