1 Jahr auf Reise – Schon?!

Guten Morgen an alle Daheimgebliebenen!

Zur Feier des Tages schreibe ich euch zum selben Zeitpunkt wie genau Heute vor einem Jahr – Ich schreibe während wir reisen. Wir sind gerade auf dem Weg von Krabi in T-Hailand nach Koh Samui. 
Ich möchte heute weniger auf unsere vergangene Route eingehen, sondern eher über unsere Reise allgemein reden. Die restlichen Blogeinträge und auch die Vlogs werden spätestens folgen wenn wir zurück in Deutschland sind.

Nun ist es also tatsächlich so weit. Wir sind 365 Tage bereits fern von deutschem Boden dafür haben wir bereits 7 Länder bereist und 15 Flüge hinter uns gebracht.
Reisen ist anders als Urlaub. Unsere Art zu Reisen ist mehr wie eine Rundreise. Wir sind ein paar Tage an einem Ort aber dann geht es auch schon wieder weiter – wieder ab an den Flughafen und die aufgeschreckten Menschen beobachten, weil Boarding des Fliegers ist und alle denken, dass sie nicht mehr mitgenommen werden nur weil sie sich nicht in diese kilometerlange Schlange einreihen.

Wenn wir nicht gerade Fliegen reisen wir mit Bussen, in denen die Einheimischen mitfahren, um sich zu 3.in eine Sitzbank zu quetschen, die in Deutschland für HÖCHSTENS 2 Personen ausgelegt ist – das arme kleine Mädchen, welches neben mir saß..Ich glaube sie ist heute noch nicht ganz zu ihrem eigentlichen Körperumfang zurückgekehrt..
Ein weiteres super Transportmittel ist das Boot oder auch die Fähre. Manche von euch kennen es sicher schon.. Man bekommt beim Check in einen farbigen Kleber auf die muskulöse oder auch butterweiche Brust geklatscht, um 30min später von Menschen angebrüllt zu werden, die auf thai/philippinisch oder sonstigen Sprachen versuchen dir klar zu machen, dass du nun mit deinen 26KG Gepäck auf dem Rücken auf dieses Boot klettern sollst am besten OHNE herunter zu fallen. Nachdem du also Alles gibst und es gerade so schaffst dich über die Reling zu rollen – rappelst du dich auf..schüttelst den Ascheruß der Kippen, die verbotenerweise an Board geraucht werden, von dir ab und versuchst einen freien Platz zwischen den 147trillionen Asiaten zu entdecken, was sich aber dank nach dir schlagenden Selfiesticks als äußerst schwierig erweist. Dennoch.. angekommen sind wir immer…irgendwie..irgendwo..Irgendwann. Man darf diese Zeitpläne nur nicht mehr so ernst nehmen und muss aufhören so Deutsch zu sein 😉

Eigentlich genieße ich ja die Fahrten im klimatisierten Van. Der Van holt einen luxuriös direkt vor deinem Hotel ab und du nimmst auf einem der Ledersitze platz. Nun kommt der Haken – das Gepäck hat nämlich das bekommen, was ich mir immer wünsche – ein kostenloses Upgrade. Es darf direkt neben mir auf einem Ledersitz sitzen… und da wir ja in einem sehr großzügigen Land sind darf das nicht nur mein Gepäck, sondern auch das Gepäck der anderen 14 Insassen. Die 3Stündige Fahrt im vollen Luxus beschränkt sich also auf die ersten angenehmen 3 Minuten – ganz genau bis zur ersten Kurve , in der sich die 14 Koffer dazu entscheiden ihre Dankbarkeit über das kostenlose Upgrade auszudrücken, indem sie dich unter sich begraben. Geil.

Fast hätte ich noch eines meiner Lieblingstransportmittel vergessen! Das TukTuk oder auch Tricycle. Dieser kleine an Roller/Motorräder angeschweiste Wagen, in dem man dann samt Gepäck Platz nehmen darf. Wenn man durch diese angeschweißten Wagen nicht bereits den Boden sieht hat man Glück gehabt.. Ansonsten sollte man sein Hab und Gut lieber weit weg vom Loch stapeln – auch wenn das dann eben auf der Partnerin ist. Schön ist es auch, wenn man sich hinter den Fahrer auf das Motorrad setzen muss, weil das Moped sonst den Berg nicht hochkommt,  während einem das Gestell vom Wagen um die Ohren haut… Nichts für Menschen über 1.70m Größe – Aua!  Ich liebe ja diese Dinger – verhandeln macht hier am meisten Spaß, denn alle TukTuk Fahrer stehen bereits am Hafen und brüllen dich in schlechtem Englisch an, wo du denn hin musst und ob du überhaupt schon eine Unterkunft gebucht hast. Man sagt nett und freundlich, dass man kein TukTuk möchte, denn man möchte ja nicht viel zu viel Geld zahlen. Denn diese Affen ähnliche Masse an Fahrern nimmt einen extrem hohen Preis für kleine Wege. Einmal hatten wir uns nicht vorher über die üblichen Transportkosten informiert… Das Gespräch lief folgendermaßen ab:

 „Wo wollt ihr hin?“

„Sunset Hotel“

„Hä?Wohin wollt ihr?“

„Suuunseeet Hooootel“

„Ah..ja..weit weg.. 450peso(22Euro)“

„Ääh ne..nicht weit weg. Sind nur 3 KM“

„Nääää weit weg! Okay 300 Peso!“

„Ganz bestimmt nicht “

„Okay 150Peso!(7Euro)“

…hinterher haben wir erfahren, dass der übliche Preis 30Peso sind.. also 1.50Euro.

Da sieht man es doch.. wir sind noch lange keine Profis.. 

Aber es fällt inzwischen echt schwer sich regelmäßig vorzeitig über die Orte zu informieren, die wir besuchen, da wir fast jeden Tag woanders sind.
Wir sind schon froh, wenn wir wissen in welchem Land wir uns befinden – ein 6er im Lotto ist es , wenn einem direkt die Stadt/Insel einfällt.

Wir haben nur noch 24 Tage bis wir wieder deutschen Boden unter den Füßen spüren werden. Wir haben gemischte Gefühle was die Rückkehr betrifft. Wir freuen uns auf euch alle – wir werden aber auch mit der Rückreise einiges von unserer neu gewonnenen Freiheit aufgeben und müssen uns erst einmal wieder eingewöhnen müssen. 
Wir hoffen, dass ihr dafür Verständnis habt und sind dankbar und uns sicher ,dass ihr uns dabei unterstützt uns wieder genauso wohl zu fühlen wie vor unserer Abreise. 

Habt einen schönen Ostermontag und genießt die Zeit mit euren Lieben!
Kriss und Lara

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