Tschüss 2016 – es war schön mit dir!

Was ein Jahr voller Höhen und Tiefen.

Aber auch ein besonderes und abenteuerliches Jahr für uns.

Wir sind dieses Jahr nach Berlin,Paris und Juist gereist bevor am 17.04.16 unsere große Reise anstand. 

Mit zitternden Knien und weinenden Augen ging es schweren Herzens los ins Unbekannte. Noch nie waren wir länger als 3 Wochen aus Deutschland weg. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Abu Dhabi erreichten wir völlig am Ende Kuala Lumpur. Diese Stadt hat es in 5 Tagen nicht geschafft unseren Jetlag zu mindern. 

In Perth angekommen verbrachten wir 50% unserer Zeit mit dem Krankenhaus und Arztbesuchen dank meiner tiefen Beinvenenthrombose. Die anderen 30% mit der Autosuche und die restlichen 20% hatten wir um die Stadt zu erkunden – also viel zu wenig Zeit.

Am 12.05.16 waren wir bereits stolze Besitzer von Swani und unser Roadtrip die Westküste entlang konnte starten. 

Wir verzweifelten auf Gravel Roads. Pflückten Tomaten für einen Stundenlohn von 5€. Waderten 4 Stunden angeblich! nur 10km lange Wege. Fragten uns in was für Ghettos wir einkaufen gehen müssen und schwammen das erste Mal im wunderschönen Meer im Cape Range Nationalpark. 

Wir fühlten uns wie auf einer Expedition im Karijini Nationalpark und kletterten trotz oder gerade wegen der Thrombose die steilsten Klippen hinab.

Während der stundenlangen Fahrten genossen wir einfach mal ein paar Kühe anzubrüllen, lauthals Disneylieder mitzusingen , ich sehe was was du nicht siehst  (in der Wüste) zu spielen und tatsächlich auch die Einsamkeit zum Nachdenken zu nutzen.

In Halls Creek erlebten wir die abenteuerlichste Zeit unseres bisherigen Trips und schlossen Freundschaften mit wundervollen Menschen, die hoffentlich nie enden. Natürlich kamen dort auch die größten Eskalationen unseres Lebens zustande. 

Der Kakadu NP sowie auch der Litchfield Nationalpark zeigten uns, dass Australien die Regenzeit vorgezogen hat während die Temperatur auf “ ich will nur noch nackt sein“ anstieg.

Umso erleichterter waren wir als wir auf Bali endlich wieder bekleidet rumlaufen konnten ohne völlig durchnässt zu sein. Bali, die Gili Inseln , Lombok und Java sind nur ein kleiner Teil von Indonesien und jeden Tag den man dort verbringen kann wert. Außerdem ist es zum Surfen lernen super 😉 

Singapur hat uns gezeigt, dass selbst die größte Großstadt in der Lage sein sollte grüne Ruheoasen mitten in der Stadt zu haben und dass es mit hohen Strafen möglich ist, dass eine Stadt blitzeblank sein kann. Zudem haben wir gelernt, dass wir nie reich genug sein werden , um in einer der ganzen Malls einzukaufen – Gucci, Prada, Dior. 
Selbst mein Handy schlägt mir Prado statt Prada(ein Toyota 4 wheeldrive Auto) vor… was ja zeigt wo meine Prioritäten liegen 😂

Zurück in Australien – auf dem Weg von Darwin nach Cairs- mussten wir feststellen,  dass das Land echt verdammt groß ist und dass es auch mal Tage gibt wo man Nichts außer der Weite des Landes sieht.

5Tage später ging es dann endlich daran Cairns mit seiner Lagune am Meer zu erkunden, den Daintree Forrest zu bereisen und somit unsere erste Autofähre zu nehmen. Wat ein Späßken!

Auf dem Weg die Ostküste herab mussten wir feststellen, dass ich entweder zu groß,  zu fett oder zu unfähig bin unsere Kindersurfboards zu surfen. Egal ob in Noosa Heads,Byron bay ( mit riiiichtig schicken Weg zum Ostende mit Leuchtturm) , Yamba, Coffs Harbour oder Sydney. Nirgends klappt es mehr. Außerdem wurde uns gezeigt, dass es anscheinend möglich ist ohne Scham 60$ für eine Nacht auf dem Campingplatz ohne Strom zu bezahlen. Surfers Paradise, Fraser Island und Konsorten sind wunderschöne Orte, die leider viel zu touristisch und somit für uns zu teuer sind.

In Sydney lernten wir, dass selbst die Schilder in Mandarin geschrieben werden, da es einfach massig Asiaten gibt. Es ist okay 3 Versuche zu benötigen , um endlich in Madame Taussaud hinein zu kommen. 27°C in Sydney sind wirklich ausreichend wenn man die Temperatur mit denen in Neuseeland vergleicht.

Neuseeland meint es bisher sehr gut mit uns und ist von der Natur her das schönste Land, was wir je bereist haben. Lediglich der Gourmetgaumen wird hier nur selten befriedigt  (wie kann man in Brötchen noch schlechter sein als die Australier???).

An Weihnachten einen Welpen zu finden und 2 Tage später Kükenmutter zu sein ist absolut plausibel in Neuseeland. 

Den Luxus eines Vans vermissen wir jedoch sehr. Sich einfach mal ins Auto setzen wenns regnet oder alleine unbesorgt ins Auto einzusteigen ist in einem Station Wagon( wie ein Kombi) nicht ohne weiteres möglich.
Ihr könnt euch das in etwa so vorstellen…

Ich stehe mit meinen 1.78m vor der 1.50m hohen Tür… schaue Lara an.. seufze. Dann setze ich einen Fuß auf den unteren Türrahmen und versuche mit gebeugtem Kopf in das Türloch zu passen. Während ich mir den Kopf an der Decke stoße – drückt Lara mein massives Gesäß von hinten in das Auto während ich sie anbrülle, dass ich zu fett bin und mir gerade den Rücken an der Decke stoße und anfange resigniert zu lachen. Ich lasse mich auf die Luftmatratze fallen und philosophiere über das sein oder nicht sein von Unregelmäßigkeiten in meiner Körperfettverteilung während Lara sich erbarmt und mich – bzw. mein herunter hängendes Heck – in das Auto schiebt und sich einen Bruch hebt.

An dieser Stelle möchte ich mich  bei Lara bedanken.
Für 258 Tage über 24Stunden aufeinander hocken und mich trotzdem ertragen. Für jedes Mal meine Launen ertragen. Für ein wunderschönes erstes gemeinsames Weihnachtsfest. Für jeden dummen Witz von mir über den du lachst. Für die Anmerkung „brauchen wir das wirklich?“. Für Nackenmassagen wenn ich mal wieder 5 Stunden durchfahren muss – weil du deine Brille in Australien gelassen hast. Für deine Liebe zum Wein….lol. Ich denke du weißt, dass ich ohne dich nie auf diese Reise gegangen wäre und dass ich hoffe, dass 2017 ein mindestens genau so schönes Jahr wird wie 2016.

Desweiteren möchte ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen und euch allen Danken, dass ihr unsere Reise so fleißig mitverfolgt.

Diese Reise gestaltet sich so angenehm für uns, da die Technologie es uns ermöglicht allen fast so nah zu sein wie in Deutschland. 

Wir fühlen uns als wären all unsere Freunde und Familie mit auf unseren Reise – als wärd ihr alle da.

Danke für eure Unterstützung und nun feiert schön 😉
Liebe Grüße aus dem Jahr 2017
Kriss und Lara

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